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Neuer Zerstäuber verhilft Autoindustrie zu erheblichen Lackeinsparungen

Ziel bei der Entwicklung des G1 Flexbell war, den Auftragungswirkungsgrad zu erhöhen, d. h. möglichst viel Lack beim Lackieren auf das Auto zu bringen. Der neue Rotationszerstäuber von ABB für wasserlösliche Lacke ermöglicht der Automobilindustrie dadurch bedeutende Einsparungen.

"Wenn man den Wirkungsgrad nur um ein Prozent erhöht, spart man gigantische Mengen Lack, nämlich weltweit 5.000 t pro Jahr", erklärt Dr. Gunther Börner von ABB Flexible Automation, einer der Entwickler des Zerstäubers. Der neuartige Zerstäuber wurde speziell für die Roboterapplikation mit Verfahrgeschwindigkeiten bis 1 m/sec und hohen Lackausbringmengen entwickelt.

Das Prinzip des elektrostatischen Beschichtens, insbesondere des Lackierens, beruht auf der Zerstäubung und dem Transport geladener Teilchen in einem elektrischen Feld. Bei den heutigen elektrostatischen Auftragsanlagen werden die zu beschichtenden Gegenstände geerdet und mit dem Pluspol der Hochspannungsquelle verbunden.

Das eigentliche Sprühorgan in Form von Rotationskörpern, Kanten oder Pistolen ist mit dem Minuspol des Gleichspannungserzeugers verbunden und stellt den Gegenpol im elektrostatischen Feld zwischen Sprühorgan und Werkstück dar.

Verbesserte Applikationstechnik
Der neue Zerstäuber bietet für alle Lackschichten eine verbesserte Applikationstechnik. Er arbeitet mit Drehzahlen von 20.000 min-1 bis 60.000 min-1. Die einzelnen Wasserlacktropfen werden von seiner Kante weggeschleudert und durch Lenkluft nach vorn auf die Karosse geblasen. Sie werden durch Gleichspannung negativ aufgeladen und von der positiv geladenen Karosserie angezogen. DaimlerChrysler setzt den neuen Zerstäuber bereits in seinem Werk in Sindelfingen ein.

Dort ersetzen zwei G1-Zerstäuber, montiert auf ABB Lackierroboter, eine ESTA-Anlage. "Mit dem Roboter können wir die Kontur eines Automobils viel besser abfahren", erläutert Steffen Schmidt vom Customer Service der ABB Flexible Automation in Friedberg. "Der Zerstäuber bringt nur so viel Lack auf wie nötig." So wird vermieden, dass nachgebessert und damit mehr Lack versprüht werden muss. Nächster Projektpartner für den G1 ist Honda.

Weil man weniger Zerstäuber benötigt, sind erhebliche Einsparungen beim Lack- und Sprühmittelverbrauch in Lackierereien möglich. Neu- und Altanlagen können mit dem G1 sehr flexibel an die Oberflächenkonturen der Karosserien angepasst werden. Last, not least: Durch die längeren Reinigungsintervalle wird die Anlage effizienter genutzt.



Quelle: ABB Kundenzeitschrift "connect" Ausgabe 01/2001

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